Wie funktionieren Hafertage bei Diabetes?

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts beschäftigte sich der deutsche Internist Carl von Noorden mit der Behandlung von Diabetes mellitus und entwickelte die, bei einer Insulinresistenz wirkungsvolle, „Hafer-Diät“. Mit der Kur konnte bereits um die Jahrhundertwende ein erhöhter Blutzuckerspiegel gesenkt werden.

Auch heute werden die „Hafertage“ in die Therapie von insulinpflichtigen Diabetikern integriert. Hierfür werden für ein bis zwei Tage dreimal täglich ca. 75 g (insgesamt 225g) Haferflocken verzehrt. Diese können wahlweise süß, mit wenig Früchten oder Nüssen oder herzhaft mit Gemüse und Kräutern verfeinert werden. Als Basis für die Zubereitung werden Wasser oder fettfreie Gemüsebrühe verwendet. Zusätzlich sollte auf eine ausreichende Trinkmenge geachtet werden.

Mitverantwortlich ist der im Hafer enthaltene lösliche Ballaststoff „Beta-Glucan“. Dieser trägt nachweislich – bei einer ausreichenden Verzehrsmenge von 4 g Beta Glucan – (Health-Claim-Verordnung) zu einer Reduktion des Blutzuckerspiegels nach dem Essen bei. Zum Teil konnten erhöhte Blutzuckerwerte um 25-40 % verringert werden. Auch konnte die Insulinzufuhr um bis zu 40 % reduziert werden, dieser Effekt kann bis zu 4 Wochen nach der Durchführung der Hafertage beobachtet werden.

Die Hafertage sollten nicht mehr als zwei bis maximal drei Tage betragen und nur unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Die Medikamenteneinnahme und ggf. die Insulingabe müssen individuell angepasst werden, so können Unterzuckerungen und andere Stoffwechselentgleisungen vermieden werden.

Auch anerkannte Verfahren zur Stoffwechseloptimierung wie das Leberfasten nach Dr. Worm® basieren auf der Grundstruktur der Hafertage. Sie möchten mehr über die moderne Form der Hafertage wissen? Für mehr Infos hier klicken.